Abschied von Bezirksapostel Krause

Nach 43 Jahren Amtstätigkeit wird Bezirksapostel Rüdiger Krause am kommenden Sonntag in den Ruhestand treten. Seit 2010 stand er der Neuapostolischen Kirche im Norden Deutschlands als Bezirksapostel und Kirchenpräsident vor.

Am dritten Advent wird Rüdiger Krause von Stammapostel Jean-Luc Schneider im Rahmen eines Gottesdienstes als Bezirksapostel zur Ruhe gesetzt. Damit endet nach 15 Jahren seine Dienstzeit als Leiter der Gebietskirche Nord- und Ostdeutschland.

Einsatzfreude aus Überzeugung

Seinen ersten Amtsauftrag erhielt Rüdiger Krause im Sommer 1982, als er in Norderstedt (nördlich von Hamburg) zum Unterdiakon ordiniert wurde. Weitere Amtsstufen in der Kirchengemeinde und später im Kirchenbezirk folgten im Laufe der Jahre. Immer wieder war er als Bezirksevangelist- und ältester in unterschiedlichen Gemeinden als stellvertretender Gemeindevorsteher für die Kirchenmitglieder da. Am 7. April 2002 wurde er zum Bischof ordiniert.

2005 empfing Rüdiger Krause durch den damaligen Stammapostel Wilhelm Leber das Apostelamt. Fünfeinhalb Jahre später, am 5. Dezember 2010, ordinierte dieser ihn in einem Festgottesdienst im Hamburger CCH zum Bezirksapostel für die Gebietskirche Nord- und Ostdeutschland.

In den Jahren 2008-2011 war er zusätzlich zu seinen Aufgaben im deutschsprachigen Raum als stellvertretender Bezirksvorsteher für die seelsorgerische Betreuung der Kirchenmitglieder in Island und Grönland mitverantwortlich. Als Bezirksapostel war er von 2011 bis 2014 Vorsitzender der AG Öffentlichkeit und sowie von 2018 bis Oktober 2023 Vorsitzender der Projektgruppe Religionsunterricht und von 2014 bis 2024 Mitglied in der Koordinationsgruppe der Neuapostolischen Kirche International.

Geprägt von großen Ereignissen

In den 15 Jahren Dienstzeit führte Bezirksapostel Krause die Gebietskirche durch zahlreiche große und kleine Veränderungen – mal begeisternde Highlights, mal traurige Anlässe. Musikbegeisterte erinnern sich gerne an die Pop-Oratorien „Ich bin – Jesus in Wort und Wundern“ (2013) und „#HIMMELREICH“ (2024), musikalische Großereignisse der Kirchenmusikabteilung, die der Bezirksapostel unterstützte und förderte.

Besonders herausfordernd waren die beiden Fusionen mit den Gebietskirchen Mitteldeutschland (2016) und Berlin-Brandenburg (2022). Beide waren mit hohem organisatorischen Aufwand verbunden, aber auch mit der Herausforderung, sich den Kirchenmitgliedern im neuen Zuständigkeitsbereich als verlässlicher Seelsorger vorzustellen und ein Vertrauensverhältnis aufzubauen.

Zu den traurigen Ereignissen seiner Amtszeit zählt der unerwartete Tod des Berliner Apostels Thomas Krack im Jahr 2023, nur wenig mehr als ein Jahr nach seiner Ordination. Dies erforderte besonderen Beistand für die Kirchenmitglieder in Berlin-Brandenburg und eine längerfristige seelsorgerische Betreuung bis zur Ordination eines Nachfolgers im Februar 2024.

Die pandemiebedingten Einschränkungen in den Jahren 2020-2022 machten es darüber hinaus erforderlich, bisher ungewohnte Wege zu beschreiten, beispielsweise durch Videogottesdienste.

Zeit für Familie und Freunde

Nach über 40 Jahren im ehren- und hauptamtlichen Dienst der Kirche freut sich Bezirksapostel Krause darauf, im Ruhestand mehr Zeit für seine Familie und die Pflege von Freundschaften zu haben. Insbesondere letzteres lag in der Vergangenheit vornehmlich im Aufgabenbereich seiner Frau. In seiner Gemeinde wird er sich künftig mehr einbringen, beispielsweise als Tenor-Sänger im Gemeindechor.

 

Weitere Informationen:

Abonnieren Abmelden