Thomas Matthes wurde am 27. Oktober 1983 durch Apostel Fritz Nehrkorn (später Bezirksapostel) in der Gemeinde Blumenau ins Unterdiakonenamt ordiniert. Fast auf den Tag genau 42 Jahre später setzte ihn Bezirksapostel Rüdiger Krause nun zur Ruhe.
Große Dankbarkeit für langjährige Arbeit
In seiner Ansprache anlässlich der Ruhesetzung hob Bezirksapostel Krause die zahlreichen, vielfältigen Dienste des Bischofs hervor. Er betonte, dass es ihm immer wieder gelungen sei, sich auf die unterschiedlichen Apostel, mit denen er gearbeitet hatte, einzustellen. Er habe ihn als jemanden kennengelernt, der sich mit seinen Gaben und Kräften für das Werk Gottes eingesetzt habe – auch aus Liebe zu den Geschwistern. An Herausforderungen sei er stets mit Gespür und Diplomatie herangegangen. Auch bei der Familie von Bischof Matthes bedankte sich der Bezirksapostel, dass sie dessen Arbeit unterstützt und mitgetragen hat.
Die Apostel Jens Korbien und Ralph Wittich überreichten stellvertretend für die Kirchenmitglieder ihrer Arbeitsbereiche zu seinem Ruhestand einen Blumenstrauß. Sie dankten ihm für seine Arbeit und seine Unterstützung und wünschten ihm einen gesegneten Ruhestand.
Vielseitig engagiert
In seiner Heimat wurde Thomas Matthes 1986 zum Diakon und 1987 zum Priester ordiniert. Er übernahm Aufgaben in den Bereichen Musik (Vizedirigent des Gemeindechores, Leiter des Kinderchores) und Kinder- sowie Jugendseelsorge. Er baute mit anderen zusammen das Bezirksorchester auf und spielte im Zentralorchester Sachsen/Thüringen mit. Als Gemeindevorsteher in Engelsdorf sowie als Bezirksvorsteher in Gera und Torgau übernahm er zu verschiedenen Zeitpunkten die Verantwortung für die dortigen Kirchenmitglieder.
Nach dem berufsbedingten Umzug nach Leipzig wurde Thomas Matthes 1995 zum Bezirksevangelisten und zu Ostern 2000 durch Stammapostel Richard Fehr zum Bischof ordiniert. Aufgrund struktureller Veränderungen war er in unterschiedlichen Zeiträumen für die Kirchenmitglieder in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen seelsorgerischer Ansprechpartner. Dadurch arbeitete er im Laufe der Zeit mit drei Bezirksaposteln (Fritz Nehrkorn, Wilfried Klingler und Rüdiger Krause) sowie fünf Aposteln (Joachim Quittenbaum, Velten Hoffmann, Rolf Wosnitzka, Gerald Bimberg, Jens Korbien) zusammen. Seine seelsorgerliche Tätigkeit führte ihn über drei Gebietskirchen hinweg und zeitweise auch nach Russland und in die Slowakei.
Ab 2005 war Bischof Matthes verantwortlich für die Seelsorge an Hörgeschädigten und von 2016-2023 arbeitete er in der Arbeitsgruppe Inklusion der Neuapostolischen Kirche International mit.
In Sachsen hat sich der Bischof besonders für die ökumenische Entwicklung engagiert und war im November 2024 der Vertreter des Kirchenvorstandes bei Einführung der Neuapostolischen Kirche Nord- und Ostdeutschland als Vollmitglied in die ACK Sachsen.
Verantwortung in der Kirchenverwaltung
Der gelernte Betriebswirt nahm am 1. Juli 1994 seine Tätigkeit als Leiter der Abteilung Finanz- und Rechnungswesen der Gebietskirche Sachsen/Thüringen auf. Aus diesem Grund zogen er und seine Frau, die er 1980 geheiratet hatte, mit ihren beiden Kindern nach Leipzig. Ab 2005 konzentrierte er sich beruflich auf die seelsorgerische Arbeit als Bischof. Im gleichen Jahr empfingen seine Frau und er durch Stammapostel Wilhelm Leber in Stendal den Segen zu ihrer Silberhochzeit.
Als persönliches Fazit seiner langjährigen Amtstätigkeit bezeichnet Bischof Thomas Matthes Psalm 103,1.3: Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.
Neuapostolische Kirche