Musikalische Juwelen zur Diamantenen Hochzeit

Aus Anlass des Besuchs von Stammapostel Schneider sowie des  Hochzeitsjubiläums von Bezirksapostel i. R. Nehrkorn und seiner Frau fand am Samstag, 6. August 2016, ein festliches Konzert in der Neuapostolischen Kirche Leipzig-Mitte statt.

Während bei einer Grünen Hochzeit gern zum Hochzeitstanz geladen wird, sind es bei einer Diamantenen Hochzeit eher andere Musikstücke, die erklingen: Edelsteine der Musikgeschichte. Wie auch bei Juwelen erfreuten sich mehr als 500 Zuhörer somit nun an geschliffenen Klängen, schillernden Orchestrierungen, glänzend aufgelegten Ensembles, frisch aufpolierten Harmonien und manch neuer kompositorischer Fassung.

Zum Auftakt erklang ein für Orgel vertontes Gebet aus der weltbekannten Pariser Kathedrale Notre Dame. Als Organist konnte der aus Norddeutschland stammende Jörg Reddin gewonnen werden. Er ist Kantor an der Bachkirche in Arnstadt und damit auch zugleich ein Amtsnachfolger des jungen Bach. Dieser Komponist durfte in der Bachstadt Leipzig nicht fehlen: eine Toccata sowie der instrumental vorgetragene Choral „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ ergänzten die barocken Juwelen.

Aber auch zu Zeiten der Romantik war Leipzig Weltstadt der Musik. Und so musizierten das Orchester und der Zentralchor vom ehemaligen Gewandhauskapellmeister Felix Mendelssohn Bartholdy eindrucksvoll Ausschnitte aus dessen Oratorium „Paulus“.

Bezirksapostel i. R. Nehrkorn ist die Entscheidung zu verdanken, dass dem Orchester in den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine Konzertharfe zur Verfügung gestellt werden konnte. Und so erklang die wohl berühmteste Melodie des Ukrainers Dmitri Bortnjanski in einer Fassung für Harfe und Orchester. Dirigent Jürgen Gerisch hatte das „Ich bete an die Macht der Liebe“ damals extra für dieses biblische Instrument arrangiert.

Ausschnitte aus einem zweiten Oratorium mit geografischem Bezug rundeten das Konzert ab. Das zu Zeiten der napoleonischen Völkerschlacht in Leipzig entstandene Libretto zu Louis Spohrs Oratorium „Die letzten Dinge“ nach Texten aus der Offenbarung Johannes´ durchdrangen die Musiker glaubhaft.

„Solche geistliche Musik, die die Seele ansprechen in Wort und Musik, ist bei ihren Schöpfern auch Ausdruck der Inspiration aus dem Heiligen Geist gewesen“, so der Stammapostel in seinen Gedanken zum Schluss des Konzerts.

Nach dem Gebet von Bezirksapostel Rüdiger Krause schlugen die Ensembles mit dem bedeutungsschweren „Lacrimosa“ aus Mozarts Requiem schon die Brücke zum Festgottesdienst am Sonntag.