Bezirksapostel Krause zur Ruhe gesetzt

Den Gottesdienst am dritten Advent 2025 feierte Stammapostel Jean-Luc Schneider in der neuapostolischen Kirche Hamburg-Eppendorf. In diesem feierlichen Rahmen setzte er Bezirksapostel Rüdiger Krause nach 15 Jahren als Kirchenleiter der Neuapostolischen Kirche Nord- und Ostdeutschland zur Ruhe. Der Gottesdienst wurde in den gesamten europäischen Arbeitsbereich des Bezirksapostels live via IPTV übertragen und am Altar ins Englische übersetzt.

Dem Gottesdienst am 14. Dezember 2025 legte Stammapostel Schneider das Bibelwort aus Jesaja 12,3 zugrunde: „Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Brunnen des Heils.“

Aus der Fülle schöpfen

Wasser sei in der Bibel ein Zeichen für die Gegenwart und die Hilfe Gottes, erklärte der Stammapostel. Es stehe für Reinigung, für Leben – und sei zum Sinnbild des ewigen Lebens geworden. Für Christen sei dabei klar: Das Wasser des Lebens ist Jesus Christus.

Andere Bibelübersetzungen sprächen nicht von einem Brunnen, sondern von einer Quelle. Das mache deutlich, dass dieses Wasser in Fülle vorhanden sei – offen für alle, ohne Gegenleistung. „Jesus Christus kann dir helfen und dich trösten, egal in welcher Situation du dich befindest. Er ist nie überfordert“, versicherte der Stammapostel den Gottesdienstteilnehmenden.

Eine Voraussetzung gebe es jedoch: Gott zwinge dieses Wasser niemandem auf. Man müsse es selbst schöpfen – im Glauben an Jesus Christus. Dieses Schöpfen solle mit Freude geschehen. Dabei gehe es nicht um gute Laune oder Emotionen, sondern um eine tief verwurzelte innere Haltung: eine göttliche Freude. Wer sie in sich trage, könne selbst zur Quelle für andere werden und ihnen ermöglichen, Nähe, Liebe und Gnade Christi zu erfahren.

Freude und Gemeinschaft

Bezirksapostel Joseph Opemba Ekhuya, verantwortlich für die ostafrikanischen Länder Kenia, Südsudan, Tansania und Uganda, erinnerte an eine Begebenheit aus 1. Mose 26. Isaak habe drei Brunnen graben müssen, bevor er seinen Platz fand. Auch in diesem Gottesdienst gehe es um Brunnen im übertragenen Sinn. Es brauche Einsatz, um aus ihnen zu schöpfen – doch solle dies mit Freude geschehen.

In seinem letzten Predigtbeitrag als Bezirksapostel griff Rüdiger Krause den Gedanken des Wassers erneut auf. Gerade in einer regenreichen Stadt wie Hamburg erscheine Wasser selbstverständlich. Da könne sich die Frage stellen, warum das mühsame Schöpfen überhaupt nötig sei. Er lenkte den Blick auf einen weiteren Aspekt des Brunnens: Er sei ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Gemeinschaft. Die Freude des Zusammenseins lasse die Mühe des Schöpfens und das Tragen der vollen Krüge leichter werden.

Ein Dienst geprägt von Glauben und Liebe

Stammapostel Schneider brachte seine große Dankbarkeit gegenüber Gott zum Ausdruck – für dessen Hilfe und für alles, was er durch den Dienst von Bezirksapostel Krause habe wirken können. Zugleich sei er gerne der „sprechende Mund“ der Kirchenmitglieder, um Dank für diesen Dienst zu sagen.

Dieser sei geprägt gewesen von einem tiefen Glauben an Gott und sein Werk. „Ein tiefer Glaube schafft Vertrauen – und das haben wir erleben dürfen. Dein absolutes Vertrauen in Gott“, sagte der internationale Kirchenleiter. Ebenso sei der Dienst von einer aufrichtigen, tragenden Liebe bestimmt gewesen. Wo immer der Bezirksapostel wirkte, habe er mit Liebe gearbeitet. Ganz im Sinne der Redewendung „Liebe macht erfinderisch“ habe er stets danach gefragt, was besser oder mehr getan werden könne.

Besonders hob der Stammapostel hervor, dass es Rüdiger Krause immer wichtig gewesen sei, „dem lieben Gott nicht im Weg zu stehen“. Ganz persönlich dankte er ihm für seine Treue und Loyalität als Mitarbeiter.

David Heynes als Bezirksapostel beauftragt

Im Anschluss an die Ruhesetzung bat Stammapostel Schneider Apostel David Heynes vor den Altar und beauftragte ihn als neuen Bezirksapostel. Seine Aufgabe sei es, den Kirchenmitgliedern geistige Stabilität zu geben – durch einen festen Glauben an das Evangelium und eine enge Verbindung zu Gott und Jesus Christus. Ebenso solle er sich um die Einheit mit den Aposteln bemühen.

Die Kirchenmitglieder benötigten Liebe, so der Stammapostel. Das bedeute nicht, alle Wünsche zu erfüllen, sondern dafür Sorge zu tragen, dass alle das erhalten, was sie für ihr Heil brauchen. Apostel Heynes solle seine eigenen Fähigkeiten einsetzen und zugleich die Unterstützung derjenigen annehmen, deren Aufgabe dies sei. Als Bindeglied zwischen seinem Arbeitsbereich, dem Stammapostel und der Bezirksapostelversammlung solle er dazu beitragen, dass Entscheidungen der internationalen Kirche auch in seinem Bereich wirksam umgesetzt werden.

Einen Kurzbericht über das Wirken Bezirksapostels Krause finden Sie hier

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