Pop-Oratorium #HIMMELREICH in Erfurt

In der Messe Erfurt fand am Samstag, 27. April 2024, die zweite und letzte Aufführung des Pop-Oratoriums #HIMMELREICH statt. Die Inszenierung mit rund 1.800 Akteurinnen und Akteuren brachte dem Publikum die Geschichte von Marc auf seinem Weg zu Gott näher: Umrahmt von den Seligpreisungen des Matthäus-Evangeliums lud das Werk dazu ein, Marcs Perspektivwechsel vom privilegierten Penthouse zur Schutzlosigkeit des Lebens auf der Straße zu begleiten.

Mehr als 4.000 Zuschauerinnen und Zuschauer erlebten am Samstagabend das Finale des großen Musikprojektes in der thüringischen Landeshauptstadt. Da der Veranstaltungsort dieses Mal eine Messehalle und keine Arena war, bedeutete das Nacharbeit für Licht- und Tontechnik und eine Umstellung für das Schauspielensemble. Der Chor freute sich, die großen Videoleinwände in Erfurt besser sehen zu können als zuvor in Hamburg.

Die Handlung

Der gut situierte Marc fühlt sich in seinem Penthouse durch den Lärm der Obdachlosen auf dem Platz vor seinem Haus gestört. Er legt alle Wertsachen ab und geht hinunter. Dort trifft er Charly, der von Dario und seiner Gang angegriffen wurde, als er die junge Nica verteidigen wollte. Victoria, die gute Seele der Stadt, verarztet den Verletzten notdürftig. Als seine Freundin shoppen geht, ist Marc plötzlich ausgesperrt. Nach einem kurzen Schlagabtausch schließt er sich Victoria und Charly an, um das Leben auf der Straße kennenzulernen.

Sie suchen Hilfe bei Branco, der obdachlose und in Armut lebende Menschen mit Lebensnotwendigem versorgt, und treffen dort Nica und ihre Familie. Gemeinsame versuchen sie Nica zu helfen und Marc muss feststellen, dass er das ohne sein Geld nicht so einfach kann, wie er es gewohnt ist. Da er ausgesperrt ist, verbringt er die Nacht bei den anderen auf der Straße. Am nächsten Tag führt der Zufall Marc und seine Freundin zusammen. Sie gibt ihm seine Kreditkarte wieder und er kann endlich helfen.

Victoria bitte Branco, Dario in seine Grenzen zu weisen. Er will den Konflikt mit Gewalt lösen, fühlt er sich doch als Herr der Straße und spricht von seinem Revier. Der Streit zwischen den beiden Gruppen eskaliert, Victoria geht dazwischen und wird tödlich verletzt. Als Marc sie findet, ist sie zwar noch bei Bewusstsein, aber er kann sie nicht retten. Sie sagt ihm zum Abschied „Marc, wir sehen uns wieder“.

Einige Jahre später steht Marc mit Nica, ihrer Familie und Charly an Victorias Grab. Nica hat ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Charly und Marc haben es sich zur Aufgabe gemacht, den obdachlosen und in Armut lebenden Menschen der Stadt zu helfen.

Ein Blick hinter die Kulissen

Damit eine Inszenierung mit rund 1.800 Mitwirkenden gelingt, bedarf es Zweierlei: erstens den Auftraggeber Bezirksapostel Rüdiger Krause mit einem Kern- und Kreativteam in Person von Gerrit Junge (musikalischer Leiter), Sigi Hänger (Komponist), Christoph Oellig (Komponist) und Benjamin Stoll (Libretto, Regie); zweitens zahlreiche Mitarbeitende im Projektmanagement, Chor- und Orchestermanagement, in der Lichttechnik, Dirigenten, den Caterer und das Visagisten-Team..

Der Chor bekam mit Anke und Manuel Luikenga ein eigenes Chormanagement, das von regionalen Chorbetreuungsteams unterstützt wurde. Das Orchestermanagement, bestehend aus Jürgen Gerisch und Heiko Sturm, organisierte die Probenwochenenden in Stendal. Das Regie-Team Benjamin Stoll, Birthe Tietgen, Maya Heusser und Thorsten Koy sowie Soundassistentin Debora Müller bereiteten die Schauspielerinnen und Schauspieler auf die Aufführungen vor. Samira Schenk (Kostümbild) und Petra Herzler-Grossmann (Maske) verwandelten sie in ihre #HIMMELREICH Charaktere.

Für die Licht- und Tontechnik wurde die Firma POOLgroup engagiert, die mit drei LKW nach Hamburg und Erfurt reiste. Die Video-Leinwände in den Hallen wurden vom Bischoff-Verlag bespielt, der auch die CD zum Pop-Oratorium herausgibt. Außerdem waren insgesamt neun Fotografen im Einsatz: Marcel Felde, Linda Gerhardt, Davina Herold, Jens Lange, Uwe Lugert, Elisabeth Meyer, Michael Monzer, Jenny Rosentreter und Jeffrey Stoll.

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