Vernetzungstreffen für Prävention und Intervention

Erneut kamen die Beauftragten für den Umgang mit sexualisierter Gewalt in der Seelsorge aller deutschsprachigen Gebietskirchen zusammen. Auf Einladung der Gebietskirche Nord- und Ostdeutschland trafen sie sich am 21. September 2026 in der Gemeinde Hannover-Süd. Ziel von Bezirksapostel David Heynes und dem Interventionsteam aus Nord- und Ostdeutschland war es, die Verantwortlichen kennenzulernen und den Austausch über die bisherige Arbeit zu vertiefen.

Am Montagmorgen kamen in der niedersächsischen Landeshauptstadt sechs Mitarbeitende und ehrenamtlich Tätige aus der Neuapostolischen Kirche Nord- und Ostdeutschland, Westdeutschland, Süddeutschland und Schweiz zusammen. Sie tauschten sich über ein wichtiges Thema aus: den Umgang mit sexualisierter Gewalt in der Seelsorge.

Erfahrungen teilen, Standards stärken

Bereits im November 2004 wurde im Rahmen einer Bezirksapostelversammlung über den Umgang mit sexualisierter Gewalt in der Seelsorge gesprochen und die Einrichtung von Prüf- und Beratungsgremien für Verdachtsfälle beschlossen. Jetzt kamen die Beauftragten der deutschsprachigen Gebietskirchen erneut zusammen und stellten sich gegenseitig den aktuellen Stand ihrer Programme und Arbeitsweisen vor. Sie berichteten außerdem, dass ihr jeweiliger Bezirksapostel den Austausch befürworte und Grüße ausrichten lasse.

Die bisherigen Herangehensweisen unterscheiden sich voneinander, doch wurde im Gespräch schnell klar, dass die Grundhaltung und der Wille, Betroffene zu unterstützen, alle Teilnehmenden eint. In unterschiedlicher Ausprägung bieten die Gebietskirchen allen Geistlichen, Kinder- und Jugendlehrkräften sowie in der Kirchenmusik Tätigen Orientierung zu angemessenem Verhalten. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Schutz von Kindern und Jugendlichen.

Richt- und Leitlinien bieten den Rahmen für den Umgang mit Fällen sexualisierter Gewalt in der Seelsorge. Konzepte mit Schutzmaßnahmen und zur Intervention bei Verdachtsfällen sowie Verhaltenskodizes ergänzen und konkretisieren diese. Vervollständigt werden die Maßnahmen durch die Schulung aller Geistlichen, Lehrkräfte und Kirchenmusiker sowie durch eine schriftliche Bestätigung dieser Personengruppen, dass sie die Präventionsmaßnahmen der Kirche aktiv unterstützen.

Gelungener Auftakt mit Perspektive

Nach einem arbeits- und inhaltsreichen Tag trennten sich die Wege der Teilnehmenden wieder. Sie resümierten einstimmig, dass sie einen guten, offenen Austausch gehabt und eine gute Basis für die weitere Zusammenarbeit geschaffen hätten. Es wurde besprochen, den Austausch im Februar 2027 in Dortmund und bei nachfolgenden Treffen in Stuttgart und der Schweiz fortzusetzen und zu intensivieren. Dafür wurden bereits die nächsten Schritte definiert.

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