Stammapostel in Oldenburg

Die Kirchenmitglieder der beiden neuapostolischen Gemeinden der Stadt erlebten am 6. September 2027 einen gemeinsamen Gottesdienst in der Gemeinde Oldenburg. Diesen feierte Stammapostel Helge Mutschler mit ihnen. Begleitet wurde er von Bezirksapostel David Heynes, den Aposteln Daniel Habich und Arne Herrmann aus Süddeutschland, Aposteln der Gebietskirche Nord- und Ostdeutschland sowie dem in Oldenburg tätigen Bischof Thorsten Beutz. Der Gottesdienst wurde in den Arbeitsbereich von Apostel Dirk Schulz übertragen.

Am ersten Sonntag im September feierte Stammapostel Mutschler einen Gottesdienst in Oldenburg. Dazu waren die Kirchenmitglieder der Gemeinden Oldenburg und Oldenburg-Eversten eingeladen. Darüber hinaus nahmen alle Gemeinden des Apostelbereichs West per Übertragung am Gottesdienst teil.

Von Geschenk, Gemeinschaft und wahrer Ruhe

Dem Gottesdienst legte der Stammapostel Lukas 12,16-18 zugrunde: „Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher Mensch, dessen Land hatte gut getragen. Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine Früchte sammle. Und sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin sammeln all mein Korn und meine Güter.“

Schritt für Schritt ging Stammapostel Mutschler das biblische Gleichnis durch, denn „Gleichnisse sagen doch etwas aus über den Himmel“. Das Gleichnis beginne mit einem Geschenk. Gott habe für eine gute Ernte gesorgt. In diesem Zusammenhang wies der Stammapostel darauf hin, dass Gott reichlich schenkt. Auch zeige das Gleichnis, dass zum Reich Gottes Gemeinschaft, Nähe, Beziehung und Vertrauen gehörten. Der reiche Kornbauer hingegen bliebe mit seinem irdischen Reichtum allein.

Anschließend ging der Stammapostel darauf ein, dass der reiche Mann von dem Bedürfnis getrieben war, immer mehr zu besitzen. Im Gleichnis ist beschrieben, dass er größere Scheunen bauen wollte. Eine Maßangabe macht er nicht. Dieser Maßlosigkeit und Gier stellte er Jesus gegenüber, der das Größte, das Reich Gottes, verlassen und sich selbst durch seine menschliche Geburt in einem Stall klein gemacht habe.

Zuletzt ging er auf das Bedürfnis des reichen Kornbauern ein, Ruhe zu finden. Er zeigte auf, dass die Menschen auch heute dazu neigen, die Ruhe als Belohnung für getane Arbeit hintenanzustellen. Pläne zu haben, sei gut. Sie sollten jedoch nicht bedrängen und bedrücken. Die gesuchte Ruhe könnten Christen bereits heute im Gottesdienst und im Blick auf Jesus Christus finden.

Geistliche und Musikalische Impulse

In weiteren Wortbeiträgen gingen Apostel Habich und Apostel Herrmann auf die Aspekte des Teilens und des Vertrauens auf Gott ein. Für die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes sorgten ein gemischter Chor, ein Instrumentalensemble, ein Eltern-Kind-Chor sowie ein Männerchor.

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