Im Zeichen des Übergangs: Dialogforum in Annaberg-Buchholz

Annaberg-Buchholz. Zum achten Mal fand ein Dialogforum der Neuapostolischen Kirche Nord- und Ostdeutschland statt – diesmal mit einem besonderen Schwerpunkt: „Wechsel in der Kirchenleitung“. Zahlreiche Teilnehmende erlebten vor Ort und im Livestream einen offenen Austausch mit Bezirksapostel Rüdiger Krause, Bezirksapostelhelfer David Heynes, Apostel Ralph Wittich und Bischof Mike Dietel.

Ein Nachmittag voller Begegnungen

Moderator Jens Lange führte durch die Veranstaltung, die dieses Mal bewusst persönlicher gestaltet war. „Heute geht es nicht um Projekte, sondern um Menschen“, leitete er ein. Bezirksapostel Rüdiger Krause sprach über mehr als vier Jahrzehnte kirchlicher Arbeit – vom Unterdiakonat 1982 bis zur Leitung der Gebietskirche.

Mit einem Augenzwinkern erinnerte er an seine beruflichen Anfänge bei der Kriminalpolizei: „Früher habe ich das Schlechte im Menschen gesucht – heute das Gute.“ Zugleich blickte er dankbar auf prägende Wegstrecken zurück: auf die Fusionen der Gebietskirche, auf viele Begegnungen in den Gemeinden und auf die Verantwortung, die Leitung mit sich bringt. „Klarheit und Verlässlichkeit sind wichtig – aber Leitung bleibt immer Dienst an den Geschwistern.“

Zuhören, Vertrauen, Weitergehen

Bezirksapostelhelfer David Heynes, geboren 1965 in London, sprach über seine Berufung und den Beginn seiner neuen Aufgabe. „Als der Anruf kam, war ich zunächst sprachlos. Dann habe ich in der Bibel gelesen: Ich bin immer bei dir. Das hat mich ruhig gemacht.“

Gelassen und humorvoll berichtete er über seinen Werdegang zwischen Softwarebranche und Seelsorge – und über das, was ihm jetzt wichtig ist: „Zuhören, beten, beobachten. Wir gehen diesen Weg gemeinsam.“ Kirche sei für ihn vor allem Gemeinschaft: „Überall auf der Welt kann man in einen Gottesdienst gehen und sich zu Hause fühlen.“

Blick nach vorn

Auch Apostel Ralph Wittich und Bischof Mike Dietel teilten persönliche Gedanken über Veränderung und Führung Gottes. Entscheidungen entstünden selten laut, so Apostel Wittich, sondern „still und leise, im Gebet und im Herzen“.

Bezirksapostel Krause zeigte sich mit Blick auf den bevorstehenden Wechsel gelassen: „Wir sind im Apostelkreis eins – das macht mich ruhig und dankbar.“ Und Bezirksapostelhelfer Heynes ergänzte: „Ein Wechsel ist gelungen, wenn es fast unbemerkt weitergeht – mit denselben Prioritäten und demselben Ziel.“

Das nächste Dialogforum ist für Frühjahr 2026 geplant. Dann wird Bezirksapostel David Heynes die Leitung der Gebietskirche übernommen haben.

 

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