Ökumenepreis 2025 geht nach Kossin

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK D) hat verkündet, welche Projekte den Ökumenepreis 2025 erhalten. Der Hauptpreis geht an ein gemeinschaftsstiftendes Projekt in Kossin im südlichen Brandenburg, an dem auch Mitglieder der neuapostolischen Gemeinde Schönewalde beteiligt sind.

Mehr als 50 Projekte und Initiativen wurden für den Ökumenepreis der ACK in diesem Jahr eingereicht. Die achtköpfige Jury vergab neben dem Hauptpreis an das Projekt „Kossiner Nachmittage“ und „Silvester in Kossin“ auch drei Sonderpreise.

Kleines Dorf mit großer Wirkung

Kossin im Niederen Fläming liegt im südlichen Brandenburg, wenige Kilometer von der Grenze zu Sachsen-Anhalt entfernt. Gerade einmal 34 Einwohner hat der Ort. Im Rahmen des Missionarischen Erprobungsraumes entstand im ökumenischen Miteinander der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Im Niederen Fläming, der Neuapostolischen Kirche im benachbarten Schönewalde sowie altlutherischer und orthodoxer Christinnen und Christen in Kossin ein Projekt mit Leuchtturmwirkung.

In der Pressemitteilung der ACK heißt es dazu: „Besonders beeindruckte die Jury, wie aus kleinen Anfängen in einem strukturell schwachen, durch demografische Herausforderungen, Diaspora und gesellschaftliche Vereinzelung geprägten Kontext durch einzelne Familien und nur wenige Aktive ein verbindender Ort des Glaubens, des Dialoges und der Hoffnung entstehen kann“.

Was mit wenigen Beteiligten begann, bringt mittlerweile zwischen 70 und 100 Menschen mit und ohne Kirchenbindung zu verschiedenen Anlässen zusammen. „Niemals im Leben hätten wir als Team mit dieser Resonanz gerechnet und sind völlig aus dem Häuschen vor Freude,“ beschreibt Christina Kampf, Gemeindediakonin und Kirchmeisterin zur Elternzeitvertretung für die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Im Niederen Fläming, die erste Reaktion auf die Preisbekanntgabe.

Der Ökumenepreis der ACK

Alle zwei Jahre verleiht die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen den Ökumenepreis an Projekte oder Initiativen, die Menschen in der Ökumene aktuell bewegen und inspirieren und das Miteinander von Christinnen und Christen fördern. Der Hauptpreis ist mit 2.000 Euro dotiert. Die Sonderpreise gingen in diesem Jahr an folgende Projekte:

  • Ökumenischer Gottesdienst: christliches Netzwerk ALL FOR ONE e.V. in Fulda
  • Ökumenische und interdisziplinäre Initiativen zur Bewahrung der Schöpfung: ökumenischer Arbeitskreis Kirche und Klima (AK KUK) und das Netzwerk Christians and Churches for Future im Raum Soest (CC4F Soest)
  • Jurypreis Interreligiöser Dialog: Brückenbauer Chemnitz e.V.

Erstmalig wurde zusätzlich eine Spontanförderung durch ein Gastjurymitglied an das ökumenische Kinderchorprojekt aus Frankfurt am Main vergeben.

Zur Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland

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