„Geht hin und sehet“: Kulturkirchenfest ein Erfolg

Im Rahmen der Aktivitäten zur Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz luden die Kirchen der Region Ende August zu einem ökumenischen Straßenfest ein. Die Neuapostolische Kirche begeisterte mit einem Stand, der alle Sinne ansprach.

Am 30. und 31. August 2025 zeigten die Kirchen in der Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz unter dem Motto „Geht hin und sehet“, dass auch sie zum kulturellen Leben der Stadt beitragen. Einwohnerinnen und Einwohner sowie Gäste konnten sich in der Innenstadt zwischen Jakobikirche und Stadthallenpark ein Bild von der religiösen Vielfalt machen.

Ein Fest für die Sinne

Die Kirchenmitglieder in Chemnitz hatten sich für ihren Stand etwas Besonderes einfallen lassen. Sie boten den Besucherinnen und Besuchern ein Erlebnis für jeden Sinn – und das kam gut an.

„Unser Stand auf dem Kulturkirchenfest am Sonnabend war ein voller Erfolg“, resümierten die Organisatoren begeistert. Viermal mussten sie in den umliegenden Geschäften Popcornmais, Öl und Zucker nachkaufen – die gesamten Bestände der drei Produkte in den jeweiligen Märkten –, so groß war der Andrang. Der Geruch des Popcorns lockte Jung und Alt an den Stand, und auch der Geschmack überzeugte.

In der Blackbox galt es, verschiedene Symbole der Weltreligionen zu ertasten. Für den Hörsinn wurden Klänge auf einem Vibraphon erzeugt. Interessierte durften sich auch selbst am Spielen versuchen. Einen genauen Blick mussten die Besucherinnen und Besucher auf die Stereogramme werfen, um mit ihrem Sehsinn das „Bild im Bild“ zu entschlüsseln. Auch die XXL-Version des beliebten Spiels „4 gewinnt“ erfreute sich bei allen Generationen gleichermaßen großer Beliebtheit.

Kulturhauptstadt-Motto und christliche Nächstenliebe

Als Höhepunkt des Kulturkirchenfest-Wochenendes feierten am Sonntagmorgen etwa 2.000 Gläubige gemeinsam einen ökumenischen Gottesdienst. Bischof Tobias Bilz von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen nahm Bezug auf das Motto der Kulturhauptstadt, „C the unseen“ (ein Wortspiel aus C für Chemnitz und dem englischen „to see“ = sehen, Übersetzungen: „C, die Ungesehene“ und „Sieh das Ungesehene“). Er erklärte, dass es nicht darum gehe, sich selbst zu zeigen, sondern darum, diejenigen sichtbar zu machen, die übersehen werden.

 

Weitere Informationen:

Bericht des Kirchenbezirks Chemnitz

Aktivitäten der NAK Chemnitz im Rahmen der Kulturkirche

Kulturkirche 2025

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