Seit November 2024 ist die Neuapostolische Kirche Vollmitglied der ACK in Niedersachsen. Für den Evangelischen Kirchentag in der niedersächsischen Landeshauptstadt stellte sie nun ihre Räumlichkeiten für einen Begegnungsort im Stadtteil Döhren-Wülfel, 10 Minuten Busfahrt von der Innenstadt entfernt, zur Verfügung.
Spiel, Austausch und Gottesdienste
Der großzügige Außenbereich an der Bothmerstraße/Garkenburgstraße lud die Kirchentagsteilnehmerinnen und -teilnehmer zum Ausruhen und Verweilen ein. Hier gab es auch die Gelegenheit eine Runde ACK-Poly zu spielen oder am Glücksrad zu drehen. Eine Outdoor-Ausstellung stellte die Arbeit der ACK vor und motivierte die Besucherinnen und Besucher mit Anregungen zur Umsetzung ökumenischer Aktivitäten in der eigenen Nachbarschaft.
Auch im Kirchengebäude fanden zahlreiche Veranstaltungen statt. Im Foyer wurden die Besucherinnen und Besucher mit Infomaterialien und Süßigkeiten an der ACK Candybar empfangen. An allen Veranstaltungstagen hatten die Kirchentagsteilnehmenden die Möglichkeit, sich in der Bibelarbeit mit verschiedenen Versen aus dem Buch der Bücher zu befassen.
Wie vielfältig Gottesdienste sein können, zeigte das abwechslungsreiche Angebot mit Schwerpunkten wie Inklusion, „Digitaler Partizipation“ oder „Zielgruppenorientiert für Kirchenmitarbeitenden“. Konzerte am Freitag- und Samstagabend luden zum Musizieren, Singen und Tanzen ein und im Podiumsgespräch „Beherzt! Gemeinsam! Weiter!“ sprachen Theologen und Publikum über Kirche als mutige Minderheit.
Empfang die ACK in Deutschland
Am Freitagabend lud die ACK zum ökumenischen Empfang in die Neuapostolische Kirche Hannover-Süd. Nach einer Podiumsdiskussion zur Revision der Charta Oecumenica, moderiert von Bischof i.R. Peter Johanning, richtete der ACK-Vorsitzende Referend Christopher Easthill ein Grußwort an die rund 100 Gäste unterschiedlicher Konfessionen.
Bei Getränken und Fingerfood konnten sich die Teilnehmenden austauschen. Parallel boten zwei Führungen durch das Kirchengebäude mit kurzen Erläuterungen zu Geschichte und Liturgie die Möglichkeit, die Neuapostolische Kirche kennenzulernen.
Podiumsgespräch mit Apostel und Diakonin
„Die Bischöfin hat erst abends Zeit“ war der Titel eines Podiumsgespräch, an dem Apostel Arne Herrmann aus Süddeutschland und Diakonin Cornelia Graßat aus Hannover teilnahmen. Moderatorin Jule Lummer sprach mit ihnen und Vertretern der katholischen sowie evangelischen Kirche über Möglichkeiten und Grenzen des ehrenamtlichen Engagements sowie die Zusammenarbeit von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden.
Der Apostel und die Diakonin nutzten die Möglichkeit, die Neuapostolische Kirche vorzustellen. „Ohne Ehrenamt geht es nicht“, erklärte Arne Herrmann. Später berichtete er, dass es für seine hauptamtliche Tätigkeit als Apostel ein Vorteil sei, die Arbeit in der Kirche bereits von der ehrenamtlichen Seite zu kennen. So seien ihm – wie allen Aposteln der Kirche – die Grenzen und Herausforderungen des Ehrenamts sehr bekannt, aber genauso auch die Freuden.
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Neuapostolische Kirche