Gemeinsamer Gottesdienst zu Ostern

Eine Frau erfuhr es als erste: Jesus ist auferstanden! Diese ersten Stunden des Osterfestes standen im Mittelpunkt des zentralen Gottesdienstes mit Bezirksapostel Rüdiger Krause am 20. April 2025 in Harsefeld. Via IPTV konnten alle Gemeinden des Arbeitsbereichs die Übertragung aus Niedersachsen empfangen.

Als Grundlage für den Gottesdienst diente Markus 16,9.10: „Als aber Jesus auferstanden war früh am ersten Tag der Woche, erschien er zuerst Maria Magdalena, von der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte. Und sie ging hin und verkündete es denen, die mit ihm gewesen waren, die da Leid trugen und weinten.“ Anlässlich des christlichen Hochfestes bot eine Bibellesung aus Matthäus 28,1-8 eine zweite Perspektive auf das österliche Geschehen.

Maria Magdalena als Vorbild

Ostern sei kein Etappensieg, sondern der entscheidende Sieg Gottes. Ein Sieg, der bis in die heutige Zeit wirke, so der Bezirksapostel. Dass Jesus zuerst Maria Magdalena erschien, sei bezeichnend. Nachdem er sie geheilt habe, habe sie sich um ihn gekümmert, während er das Wort Gottes verkündete. Auch am Karfreitag begleitete sie ihn. „Sie wich nicht – zusammen mit anderen Frauen – von seiner Seite“, so der Bezirksapostel. Auch am Kreuz war sie bei ihm und kümmerte sich anschließend um das Begräbnis. Als Jesus ihr erschien, gab er ihr den Auftrag, seine Auferstehung zu verkündigen.

Maria Magdalena sei eine Sünderin gewesen, die Jesus begleitet habe, sich für ihn eingesetzt – und sich bekehrt habe. „Sie war mutig“, konstatierte Bezirksapostel Krause, „denn sie ging mit ihm unter das Kreuz“. Er rief dazu auf, wie Maria Magdalena nicht vom Herrn zu weichen, sich umeinander zu kümmern und die frohe Botschaft zu verkünden.

Menschlich, ehrlich, schnörkellos

Als Jesus nach seiner Auferstehung zu den Jüngern kam, habe er sie erst dahin führen müssen, dass sie ihn erkennen konnten, erklärte der Bezirksapostel. Sie hätten Maria Magdalena nicht geglaubt und auch ihn nicht erkannt, wie man am Beispiel der Emmaus-Jünger sehen könne. Mit dem Osterfest stehe nicht nur der majestätische Sieg über den Tod in Verbindung, sondern auch die menschliche Schwäche des Nicht-Glauben-Könnens. „Der Herr hat sich nicht abgewandt“, betonte der Bezirksapostel.

Gemeinsames Osterfest aller Christen

Weitere Predigtbeiträge kamen von Bischof Udo Knispel, Apostel Jens Korbien und Bezirksapostelhelfer Helge Mutschler. Der Gottesdienst wurde in den gesamten Arbeitsbereich von Bezirksapostel Rüdiger Krause übertragen. Ein besonderes Ereignis, da in diesem Jahr das Osterfest von allen Christen des Arbeitsbereichs, also von Kamtschatka bis Irland, am gleichen Tag gefeiert wurde.

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