Spenden zu Weihnachten 2024

Erneut hat die Neuapostolische Kirche Nord- und Ostdeutschland entschieden, zu Weihnachten keine Grußkarten zu verschicken. Stattdessen wird der Betrag, der für die Produktion der Karten und das Versenden fällig geworden wäre, gemeinnützigen Organisationen gespendet. In diesem Jahr wurden Vereine bedacht, die sich für Gewaltprävention und von Gewalt Betroffene einsetzen. Außerdem wird das Engagement eines deutschen Vereins für Kinder in Uganda unterstützt.

Sich für andere Menschen einzusetzen und sie zu unterstützen ist fest im christlichen Glauben verankert. Bezirksapostel Rüdiger Krause ist es darüber hinaus ein Anliegen, dabei das Engagement von Vereinen zu unterstützen, die oftmals nicht im Vordergrund der öffentlichen Wahrnehmung stehen. Passend zum Projekt Frieden ohne Ende, das im nächsten Jahr zum Weltfriedenstag seinen Abschluss findet, wurden Organisationen gewählt, die durch ihre Arbeit einen wichtigen Beitrag für ein friedliches Miteinander leisten.

Gewaltprävention für Kinder und Jugendliche

Im Jahr 1974 schlossen sich elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamtes Pinneberg zusammen und gründeten den Verein für Jugendhilfe Pinneberg e.V., der sich für Kinder, Jugendliche und ihre Familien in schwierigen Lebenssituationen einsetzt. Zum Angebot gehören unter anderem Wohneinrichtungen, ambulante Hilfen, soziale Gruppenarbeit und -trainings sowie schulische Gewaltprävention. 2015 erfolgt die Umbenennung in Verein für Jugendhilfe und Soziales Pinneberg e.V.

Die Hallesche Jugendwerkstatt gGmbH setzt sich Chancengleichheit in einer gerechten und offenen Gesellschaft ein. Dafür bieten sie verschiedene Betreuungs- und Freizeitangebote sowie Unterstützung bei der Integration in den Arbeitsmarkt. Auch Gewalt- und Radikalisierungsprävention, ergänzt durch Projekte und Unterstützung bei der Deradikalisierung, sowie die Freie Straffälligenhilfe sollen jungen Menschen ein friedliches Zusammenleben in der Gesellschaft ermöglichen.

Schutz für von Gewalt Betroffene

In Brandenburg an der Havel existiert seit 1992 die Autonome Frauenschutzeinrichtung, die von häuslicher Gewalt betroffene Frauen und Kinder unterstützt. Neben dem Frauenhaus bietet der Unabhängiger Frauenverband Brandenburg e.V. auch Beratung an und leistet politische Aufklärungsarbeit. Dazu gehört die Betreuung des lokalen Arbeitskreises Keine Gewalt gegen Frauen* und Mädchen in der Stadt Brandenburg, in dem Institutionen, Behörden und Träger der sozialen Arbeit vernetzt sind.

Auch der Verein Arche e.V. - für Frau und Familie hat die Betreuung und Unterstützung von Betroffenen häuslicher Gewalt im Landkreis Rostock im Fokus. Zum Angebot gehören ein Frauenhaus, eine Beratung vor Ort sowie eine Online-Beratung per Mail oder Chat. Hierbei stehen stets die Bedürfnisse und die Selbstbestimmung der Betroffenen im Vordergrund. Der Verein hilft bei der Verarbeitung der Gewalterfahrung, der Entwicklung neuer Perspektiven und dem Start in ein gewaltfreies, selbstbestimmtes Leben.

Bereits 1977 erfolgte die Gründung des Vereins Frauen helfen Frauen e.V., aus dem 1999 der Verein Frauenhaus Göttingen e.V. hervorging. Drei Jahre später, im Jahr 1980, konnte die erste Unterkunft Frauen und Kindern, die von häuslicher Gewalt betroffen waren, Zuflucht bieten. Seither unterstützen die Pädagoginnen und Sozialpädagoginnen des Vereins durch Beratung im Vorfeld sowie Betreuung während des Aufenthaltes im Frauenhaus und als Ansprechpartnerinnen bei Neubeginn.

Hilfe bei sexualisierter Gewalt

Der Verein Schattenriss e.V. – Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt an Mädchen* in Bremen geht das Problem schon seit den 1980er Jahren von zwei Seiten an. Betroffene, Angehörige und Fachkräfte erhalten professionelle Unterstützung. Parallel leistet das Team Präventionsarbeit, ergänzt durch ein Fortbildungsangebot und Öffentlichkeitsarbeit gemeinsam mit anderen Institutionen und Einrichtungen, um auf das Ausmaß des Problems aufmerksam zu machen.

Der Schutz von Kindern, Jugendlichen und Frauen vor sexueller Ausbeutung ist eines der wesentlichen Ziele, dem sich das Team von KARO e.V. in Plauen seit 1994 verschrieben hat. Neben Beratungsstellen, Familienhilfe und einem Schutzhaus, gehören zum Angebot auch Streetwork, um Betroffene aktiv anzusprechen, und Netzwerkarbeit, um Themen wie sexuelle Ausbeutung und Gewalt, Zwangsprostitution und Menschenhandel in das Bewusstsein der Gesellschaft zu rücken.

Blick für den europäischen Tellerrand

Nicht nur in Deutschland benötigen insbesondere Kinder besonderen Schutz und gegebenenfalls Unterstützung, um gewaltfrei aufzuwachsen. Der Förderverein Zukunft für Bweyas Kinder e.V. gründete sich 2011, um die Arbeit des Kinderheims Bweya Children’s Home, das von Children Safe Uganda betrieben wird, zu unterstützen. Die Kleinstadt Bweya liegt nahe der Hauptstadt Kampala und bietet bis zu 100 Kindern einen sicheren Ort zum Leben und die Möglichkeit, zur Schule zu gehen.

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