„Dass 38 Prozent an der Umfrage teilgenommen haben, ist klasse! Im Vergleich zu den Teilnahme-Quoten anderer Umfragen, ist das ein herausragend guter Wert,“ so Bezirksapostel Krause in seinen einleitenden Worten. „Herzlichen Dank an alle, die an der Umfrage teilgenommen haben, die Seelsorge leisten und an alle, die ihrer Seelsorgerin oder ihrem Seelsorger Vertrauen schenken.“
Im Folgenden beleuchtet er fünf Aspekte: die Erwartungen an die Seelsorge, die Bedeutung des Seelsorgebesuchs, die Unterscheidung zwischen amtsgebundener Seelsorge und Seelsorge ohne Amt, die kirchlichen Angebote für die Seelsorge sowie die Zufriedenheit mit der Seelsorge insgesamt. Hierzu resümiert der Bezirksapostel: „Ich freue mich, dass (…) die Befragungsergebnisse in deutlicher Tendenz zeigen, wie wichtig die Seelsorge eingestuft wird und wie zufrieden der Großteil mit der Seelsorge ist.“
Nachbessern, auffrischen, neue Wege gehen
Beim Blick auf das zufriedenstellende Resultat bleibt der Bezirksapostel aber nicht stehen: „Als Christinnen und Christen steht es uns gut zu Gesicht, wenn wir freudig weitermachen und uns nicht auf guten Umfrageergebnisse ausruhen. Dafür haben wir die Umfrage nicht gemacht. Vielmehr mögen die Umfrage und die Ergebnisse Motivation sein, Seelsorge – neben Gottesdienst – weiterhin oder neu als wichtige Säule des kirchlichen Angebots zu verstehen und zu pflegen.“
Dass es dabei für alle etwas zu tun gibt, betont Bezirksapostel Krause ausdrücklich und spricht konkrete Punkte an, „wo wir alle gemeinschaftlich nachbessern, Dinge auffrischen und hier und da auch neue Wege gehen können.“ Als ein Beispiel greift er kreative Seelsorge auf, wie sie in der Pandemie-Zeit geleistet wurde und ermuntert, an diesen guten Erfahrungen anzuknüpfen – etwa an Seelsorge im Café oder im Rahmen eines Spaziergangs:
„Allein schon das Anpassen an die Schrittgeschwindigkeit des anderen führt zu einem ersten Miteinander. Und es begünstigt ein gemeinsames Bewegen von Themen“, erklärt der Bezirksapostel. „Übrigens hilft so ein Szenario auch Schüchternen, den anderen nicht in die Augen schauen zu müssen, sondern sich nebeneinander zu bewegen statt sich klassisch gegenüber zu sitzen.“
Seelsorge ist mehr als das Seelsorgegespräch
So geht Bezirksapostel Krause auf eine mögliche Gestaltung des Seelsorgegesprächs ein, lässt aber auch die gelegentliche Herausforderung nicht unerwähnt, dass dieses überhaupt zustande kommt: „Manches Mal zeigt sich (…) ein gewisses Spannungsfeld zwischen Hol- und Bringschuld der Kirchenmitglieder und ihrer Seelsorgenden. Wir Apostel möchten beide, Geschwister wie Seelsorgende, zur proaktiven Kontaktaufnahme anregen, gerade aber auch die Seelsorgenden ermutigen, eigeninitiativ – im Rahmen des Möglichen – auf die Glaubensgeschwister zuzugehen.“
Dass Seelsorge mehr ist, als das klassische Seelsorgegespräch, das zeigen die Befragungsergebnisse einmal mehr: „Selbst bei kirchlichen Freizeitveranstaltungen, die die größte Differenz zwischen Inanspruchnahme und seelsorgerischer Bedeutung aufzeigen, ist für die meisten Teilnehmenden ein Wert der seelsorgerischen Begleitung gegeben“, stellt der Bezirksapostel heraus. „Es lässt sich daher resümieren, dass letztlich jedes kirchliche Angebot seelsorgerische Aspekte und entsprechende Bedeutung für die Mitglieder hat.“
Die Videoaufzeichnung der Präsentation ist in voller Länge auf dem YouTube-Kanal der Gebietskirche abrufbar.
Bezirksapostel Krause zur Seelsorge-Befragung
Rund ein Dreivierteljahr nach der Befragung von Kirchenmitgliedern zum Thema Seelsorge kommentiert Bezirksapostel Rüdiger Krause im Namen aller Apostel Nord- und Ostdeutschlands die Antworten und Ergebnisse. Seine Video-Präsentation ist ab sofort auf dem YouTube-Kanal der Gebietskirche abrufbar.
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