„Es ist mir ein großes Anliegen, dass unsere Kinder in den Unterrichten, den Kindergottesdiensten und zu den Freizeiten bestmöglich versorgt werden“, schrieb der Bezirksapostel den Lehrkräften in seiner Einladung. Dazu bedürfe es des Austausches, der Fortbildung und geeigneter Unterrichtsmaterialien. Die Tagung solle nach der Fusion der Gebietskirche zum Austausch über Erfahrungen und Konzepte dienen sowie die Zusammenarbeit intensivieren.
Premiere nach der Fusion
Nach der Begrüßung stimmte ein geistlicher Impuls inhaltlich auf das Wochenende ein. Mehr als 80 Teilnehmenden aus ganz Nord- und Ostdeutschland trafen zum ersten Mal in dieser Runde zusammen. Dafür hatte die AG „Kinder und Unterrichte“ ein geographisches Kennlernspiel vorbereitet. Requisiten wie eine Mönchskutte, der Schriftzug Moin oder ein Fotoband über Dresden boten Gelegenheit zu einem Gesprächseinstieg.
Am Samstag fanden Workshops zu unterschiedlichen Themen statt. Den Lehrkräften für den Religionsunterricht wurde in zwei Teilen das neue Unterrichtsmaterial vorgestellt und erläutert. Über QR-Codes erreichbare Kurzfilme sollen künftig den Lernprozess der Kinder unterstützen. „Das wird den Kindern Freude bereiten“, waren sich die Lehrkräfte einig.
Module zu unterschiedlichen Themen
Parallel dazu ging es am Vormittag im Modul „Wechselraum“ um Übergänge und Anschlüsse, also darum Kinder durch die verschiedenen Entwicklungs- und Unterrichtsstufen zu begleiten. Es ging darum, wie bei einem Staffellauf innerhalb eines festgelegten Bereichs eine koordinierte Übergabe durchzuführen. Auf diese Weise soll den Kindern der Wechsel von einem Unterricht in den nächsten erleichtert werden.
Nach der Mittagspause lag im Modul „Eltern-MIT-Wirkung“ der Fokus auf dem Zusammenwirken von Unterrichten in der Kirche und elterlicher Erziehung im häuslichen Bereich. Die Empfehlung, mit den Eltern eine gute Erziehungspartnerschaft aufzubauen, wurde durch eine Sammlung an „Best Practices“-Beispielen ergänzt.
Zwei Programmpunkte für alle
Im letzten Modul des Tages gab Kommunikationstrainerin Bärbel Irtmann den Lehrkräften rhetorische und systemische Hilfe an die Hand und stellte einen „Erste-Hilfe-Koffer“ für Ehrenamtliche vor. Sie lud ein, zu reflektieren „Wie weit geht meine Verantwortung im Ehrenamt?“ und gab Hinweise zu Stolpersteinen in der Kommunikation sowie dem Einsatz von Körpersprache und Mimik. Den Abschluss bildete ein Podiumsgespräch mit Bezirksapostelhelfer Helge Mutschler.
Gemeinsamer Gottesdienst als Abschluss
Am Sonntagmorgen feierte Apostel Mutschler mit allen Tagungsteilnehmenden einen Gottesdienst. Grundlage war das Bibelwort „So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in der euch der Heilige Geist eingesetzt hat zu Bischöfen, zu weiden die Gemeinde Gottes, die er durch sein eigenes Blut erworben hat.“ Er erläuterte, dass die Lehrkräfte als Seelsorgende für die Kinder Verantwortung tragen. Darüber hinaus lenkte er das Augenmerk darauf, dass Kinder in ihrem Umfeld häufig Vorverurteilung erlebten und dies in der Kirche nicht geschehen solle. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde die Tagung mit einer offiziellen Verabschiedung und einem gemeinsamen Mittagessen beendet.
Neuapostolische Kirche