Jahresbericht 2022 veröffentlicht

Die Neuapostolische Kirche Nord- und Ostdeutschland hat den Jahresbericht 2022 veröffentlicht. Neben dem Überblick über finanzielle Einnahmen und Ausgaben, erhalten Leser einen Eindruck von den vielfältigen Projekten und Arbeiten. Diese wurden mehrheitlich ehrenamtlich durchgeführt.

Das Jahr 2022 war einerseits noch von den pandemiebedingten Auflagen geprägt. Andererseits sorgte die Fusion der Neuapostolischen Kirche Nord- und Ostdeutschland mit der Neuapostolischen Kirche Berlin-Brandenburg für einen in die Zukunft orientierten Schwerpunkt in der Verwaltungsarbeit. Unterschiedliche Arbeitsgruppen bereiteten den Prozess vor.

Bautätigkeiten

Einige pandemiebedingt verzögerte Bauprojekte konnten 2022 beendet werden. Die Gemeinden Hildesheim und Schmiedefeld kehrten in ihre sanierten Kirchengebäude zurück. An den Standorten Delmenhorst und Dresden Süd entstanden neue Gotteshäuser. Einige Gemeinden, wie Taucha, Celle, Zwickau oder Hamburg-Eppendorf, begleiteten ihre Bauprojekte mit einer Berichterstattung auf ihrer Website.

Einnahmen und Ausgaben

Die Neuapostolischen Kirche Nord- und Ostdeutschland wird hauptsächlich durch Opfer und Spenden der Mitglieder finanziert. Die Zuwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 299 bzw. 1,48% zurückgegangen. Sie lagen jedoch um TEUR 122 bzw. 0,62% über denen des Vorpandemie-Jahres 2019. Bei den Mieterlösen ist dagegen ein überproportionaler Anstieg zu verzeichnen, der die Entwicklung der Opfer und Spenden überkompensiert.

Die Liegenschaftsaufwendungen für kircheneigene Grundstücke und Gebäude beliefen sich im Jahr 2022 auf TEUR 4.659 (Vorjahr: TEUR 4.992). Davon entfielen TEUR 2.535 auf Betriebskosten, deren größte Position mit 43% die Energiekosten ausmachten.

Für Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen wurden TEUR 1.719 aufgewendet. Die Miet- und Pachtaufwendungen beliefen sich auf TEUR 405 (Vorjahr: TEUR 441). Sie entstanden überwiegend durch die dauerhafte Anmietung von Räumlichkeiten für die Durchführung von Gottesdiensten.

Mitgliederentwicklung

Am 31. Dezember 2022 zählte die Neuapostolischen Kirche Nord- und Ostdeutschland 80.320 Mitglieder und damit 1.324 Personen weniger als im Vorjahr. Im Laufe des Kalenderjahres verstarben 1.224 Mitglieder.

Im Jahr 2022 wurde 315 Gläubige das Sakrament der Heiligen Versiegelung (Geistestaufe) und 289 die Heilige Wassertaufe gespendet. 34 Christen wurden in eine Gemeinde aufgenommen.

Kirchenleben

Im Mai 2022 fand der Website Relaunch im Rahmen der kirchlichen Fusion der Gebietskirchen Nord- und Ostdeutschland und Berlin-Brandenburg statt. Die Musikabteilung lud ab September ein, die fusionierte Gebietskirche im Rahmen der Andachtsreihe „Gott schenkt“ vor Ort und via YouTube Übertragung kennenzulernen.

Den Segen zum Ehejubiläum der Goldenen Hochzeit empfingen in Gifhorn Apostel i.R. Edmund Stegmaier und seine Frau sowie in Hamburg-Harburg Stammapostel i.R. Wilhelm Leber und seine Gattin.

Im Gottesdienst am 22. Mai 2022 wurde Bezirksapostel Wolfgang Nadolny (Berlin-Brandenburg) in den Ruhestand versetzt und die Leitung der Neuapostolischen Kirche Berlin-Brandenburg an Bezirksapostel Rüdiger Krause (Nord- und Ostdeutschland) übertragen. Darüber hinaus ordinierte Stammapostel Jean-Luc Schneider den Bezirksältesten Thomas Krack (verstorben am 6. August 2023) zum Apostel für Berlin-Brandenburg.

Nach 46 Jahren als Amtsträger wurde Bischof Rainer Knobloch in den Ruhestand versetzt. Zuletzt war er für die Kirchenbezirke Hamburg-West und Lübeck-Schwerin tätig und betreute die Kirchenmitglieder in Dänemark, Island, Norwegen und Schweden.

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