Gemeinsames Gedenken an verstorbene Kinder

Am 10. Dezember fand in der Neuapostolischen Kirche Hamburg Eppendorf eine Veranstaltung zum Weltgedenktag für verstorbene Kinder statt, die im Internet per Video-Stream übertragen wurde. Sie wurde geleitet von Brit Gardemeier, Fachberaterin der Gebietskirche für Trauerbegleitung. In Deutschland sterben jedes Jahr tausende Kinder und junge Erwachsene, weltweit sind es um ein Vielfaches mehr.

Eingeleitet wurde die emotionale Stunde der Andacht durch den Text „Mein kleiner Engel“ und das bekannte Kinderlied „Weißt du wieviel Sternlein stehen“. Apostel Ralf Vicariesmann, zuständiger Apostel für die Trauerbegleitung in der Gebietskirche Nord- und Ostdeutschland, begrüßte die Gäste mit einleitenden Worten und sprach ein Gebet. Im Verlauf der Gedenkstunde kamen Betroffene mit eigenen Beiträgen oder Kurztexten anderer Betroffener zu Wort. Sie versuchten das Erlebte zu vermitteln und weiterzugeben. Musikalische Beiträge boten Zeit für Ruhe, zum Durchatmen. Es gab auch Zeit für Stille und eigenes Gebet, immer wieder umrahmt durch instrumentale oder auch gesungene Musik.

Raum zum Gedenken und Platz für Hoffnung

Symbolisch und stellvertretend trugen eine Mutter, ein Geschwisterkind, ein Vater und ein Freund verstorbener Kinder blaue Kerzen aus den vier Himmelsrichtungen zum Kreuz neben dem Altar. Der erweiterte Gemeindechor Eppendorf, der die Andacht musikalisch mitgestaltete, bestärkte die Hoffnung nicht immer vor Trauer in Dunkelheit verharren zu müssen mit dem Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“, in der es heißt: „…wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht…“ „Eine tolle Erfahrung! Eine tolle Stimmung und es kommt ganz viel Emotion rüber“, so der Apostel nach der Stunde, an der er in diesem Jahr das erste Mal live vor Ort teilnehmen konnte. In einem gemeinsamen Abschluss-Fürbitten-Gebet kam ein Teil der Akteure noch einmal zusammen. Der Chor fasste die Gedenkstunde musikalisch mit dem letzten Lied zusammen. Dabei standen die Singenden im Kreis um die Besucher herum: „Wenn der Abend wieder seine Stille breitet, schenkt die Nacht dem Mond ein Haus, reicht die Zeit dem großen Ganzen ihre Hände, viel gesagt, wir gehen nach Haus…“

Austausch bei Getränken und Gebäck

Im Anschluss konnten die Besucher in der Kirchengemeinde in Eppendorf bei einem kleinen Imbiss miteinander ins Gespräch kommen. Auch der Runde Tisch Trauerbegleitung der Neuapostolischen Kirche Nord- und Ostdeutschland war für Seelsorgegespräche vor Ort. Ein Gemeindemitglied hatte für die Teilnehmenden vor Ort kleine Engel zum Mitnehmen als Erinnerung gestaltet.

Wie schon in der Vergangenheit werden zu diesem Anlass auch Spenden gesammelt. Dieses Jahr soll der Betrag dem Theodorus Kinder-Tageshospiz zugutekommen. Darum war die Einrichtung ebenfalls zur Andacht in Eppendorf und hatte „Danke“-Karten mit herzförmigen Lollies für die Anwesenden mitgebracht.

 

Wenn Sie diese Arbeit mit einer Spende unterstützen möchten, steht hierfür noch bis zur Übergabe am 28. Januar 2024 ein Sammelkonto der Neuapostolischen Kirche Nord- und Ostdeutschland mit folgender Bankverbindung bereit:

Neuapostolische Kirche Nord- und Ostdeutschland K. d. ö. R.

Commerzbank Hannover

DE26 2508 0020 0709 5466 00

Stichwort: Weltgedenktag 2023

 

Die Andacht wurde per YouTube übertragen und steht dort zum Nachschauen bereit: https://www.youtube.com/watch?v=L7xPMEzfh2g

Einmal im Jahr gedenken Betroffene weltweit nicht nur ihrer eigenen Töchter, Söhne, Schwestern, Brüder, Enkel und Enkelinnen. Im „Worldwide Candle Lighting“ - Ein Licht geht um die Welt - wird am zweiten Sonntag im Dezember seit über 20 Jahren weltweit aller verstorbenen Kinder gedacht. So stellen an diesem Tag betroffene Familien um die ganze Welt um 19 Uhr brennende Kerzen in die Fenster. Während die Kerzen in der einen Zeitzone erlöschen, werden sie in der nächsten entzündet, sodass eine Lichterwelle 24 Stunden die ganze Welt umringt. Jedes Licht im Fenster steht für ein Kind, welches verstorben ist. Die Lichter sollen nicht nur die Erinnerung an die Kinder wachhalten, sondern auch Hoffnung vermitteln, dass es nicht immer vor lauter Trauer dunkel bleiben muss.

Abonnieren Abmelden