635 Tonnen CO2 durch Ökostrom eingespart

Seit 2010 werden die Gebäude der ehemaligen Gebietskirche Mitteldeutschland, heute ganz Nord- und Ostdeutschland, mit „grünem Strom“ aus Wasserkraft beliefert. Erzeugt wird die Energie in Wasserkraftwerken am Hochrhein. Der Vertrag wurde nun bis Ende 2018 verlängert.

Durch die Versorgung mit Ökostrom verringert die Kirche den CO2-Ausstoß im Vergleich zum bundesweiten Strommix um 635,02 Tonnen. Das entspricht dem durchschnittlichen CO2-Verbrauch von 58 Personen in Deutschland pro Jahr.

Nachhaltig wirtschaften

„Gott ist der Schöpfer, von dem alles kommt, sowohl die sichtbare Schöpfung als auch die gesamte Heilsgeschichte“, so Stammapostel Jean-Luc Schneider in seiner Neujahrsansprache 2017. „Es ist unser Auftrag, seine Schöpfung mit Weisheit und Güte zu behandeln. Zwar hat Gott die natürlichen Ressourcen gegeben; die Verantwortung für ihre Verteilung und Erhaltung liegt jedoch bei uns, den Menschen.“

Der Aufruf zum bewussten Umgang mit der Schöpfung ist auch im Katechismus der Neuapostolischen Kirche fest verankert und die Kirchenverwaltung bemüht sich darum, die Arbeitsprozesse nachhaltig zu gestalten.

Stromversorgung durch zentralen Anbieter

Zuvor lief die Versorgung der Kirchengebäude meist durch den örtlichen Grundversorger, die Abrechnung erfolgte dezentral durch die Gemeinden. Mit einigem Aufwand wurde das Verfahren durch die Kirchenverwaltung zentralisiert. Durch die Bündelung der Gesamt-Abnahmemenge konnten hier deutliche Preisvorteile genutzt werden. Insgesamt ergeben sich für die deutschen Gebietskirchen Einsparungen von mehr als 130.000 Euro.

Im Sinne der Nachhaltigkeit sieht der neue Vertrag zudem die komplette Versorgung der Kirchengebäude mit Ökostrom vor. Die Firma Energiedienst produziert mit ihrer Marke NaturEnergie Strom ausschließlich in Wasserkraftwerken am Hochrhein, also CO2-neutral und ohne radioaktiven Abfall.

Laufwasserkraftwerke am Hochrhein und im Wallis, Speicher- und Trinkwasserkraftwerke im Wallis sowie Kleinkraftwerke im südlichen Schwarzwald machen die Energie des Wassers als Strom nutzbar. Das Unternehmen versorgt so rund 270.000 Haushalte mit Strom aus 100 Prozent Wasserkraft.

Strom aus Wasserkraft

Wasserkraft ist eine der schonendsten Verfahren der Stromgewinnung. Die Produktion ist nicht nur sauber, sondern auch transparent. Das Prinzip der Wasserkraftnutzung ist einfach: Das Wasser fließt auf die Laufräder der Turbinen zu, setzt diese in Bewegung und treibt die dazugehörigen Generatoren an. Die Energie des Wassers wird nach dem Dynamoprinzip im Maschinenraum in elektrischen Strom umgewandelt, während das Wasser über das Saugrohr weiter ins Unterwasser fließt.