Verstorbenen Kindern gedacht

Am Sonntag, 8. Dezember 2024, fand zum vierten Mal die zentrale Veranstaltung zum Weltgedenktag für verstorbene Kinder in der Neuapostolischen Kirche Hamburg-Eppendorf statt. Die Fachberaterin für Trauerbegleitung, Brit Gardemeier, führte durch ein Programm aus Erinnerungen, musikalischen Beiträgen und stillem Gedenken. Interessierte konnten vor Ort oder per Videoübertragung teilnehmen.

Bereits vor Beginn der Veranstaltung konnten vor Ort Kerzen aufgestellt und sternenförmige Anhänger an einem Strauch befestigt werden, auf denen die Namen verstorbener Kinder standen. Eine Projektion eines Sternenhimmels an die Gebäudewand stimmte auf das Leitthema des Nachmittags ein: Sterne.

Erinnerung in Wort und Musik

Ein Chor, aufgestellt in Form eines Kreuzes, eröffnete die Gedenkveranstaltung. Anschließend betete Apostel Ralf Vicariesmann, der verantwortliche Apostel für die Trauerbegleitung in der Neuapostolischen Kirche Nord- und Ostdeutschland ist, mit den Versammelten. Ein Instrumentalensemble, Solisten und der Chor boten einen feierlichen Rahmen für die Beiträge von Angehörigen. Einige trugen ihre Texte selbst vor, andere hatten ihre Gedanken für diesen Anlass zu Papier gebracht und ließen sie vorlesen, weil sie selbst nicht vor Ort sein konnten.

Während die Sängerinnen und Sänger Fragen wie „Warum, sag, warum hat der Tod uns zwei getrennt?“ oder „Himmlischer Vater, bist du wirklich da?“ aufwarfen, zeigten die Berichte der Betroffenen, wie sie mit solchen und ähnlichen Überlegungen umgegangen sind. Eine besondere Perspektive eröffnete eine Mitarbeiterin des Theodorus Kinder-Tageshospizes. Sie berichtete von ihrer Arbeit mit Kindern und deren Familien am Beispiel des Jungen Jibi, der Mitte des Jahres verstorben ist. Dabei gab sie auch einen Einblick in ihre eigene Gefühlswelt.

Zum Ende der Veranstaltung wurden aus allen Himmelsrichtungen brennende Kerzen zum Altar getragen. Diese symbolisierten Mütter und Großmütter, Väter und Großväter, Geschwister sowie Anverwandte und Freunde. Begleitet wurde dies auf dem Akkordeon von dem Lied „Stille Nacht“. Anschließend hielten die Teilnehmenden in einer Schweigeminute inne. Nach dem Lied „Ich hab dich je und je geliebt“ aus dem Pop-Oratorium #HIMMELREICH kamen alle Akteure zu einem gemeinsamen Fürbittgebet zusammen. Mit dem von allen gemeinsam gesungenen Lied „Weißt du wieviel Sternlein stehen“ endete die Gedenkstunde.

Austausch in Gemeinschaft

Vor Ort in Eppendorf konnten sich die Teilnehmenden anschließend bei Getränken und Gebäck austauschen, den ASB-Wünschewagen Hamburg erkunden und an den Ständen des Theodorus Kinder-Tageshospizes sowie des Runden Tischs Trauerbegleitung der Neuapostolischen Kirche Nord- und Ostdeutschland ins Gespräch kommen.

Erneut wurden im Rahmen der Veranstaltung Spenden gesammelt. Per Überweisung ist eine Spende noch bis 29. Januar 2025 möglich. Der Betrag wird dann an den ASB-Wünschewagen Hamburg übergeben.
Spendenkonto:
Neuapostolische Kirche Nord- und Ostdeutschland K.d.ö.R.
Commerzbank Hannover
DE26 2508 0020 0709 5466 00
Stichwort: Weltgedenktag 2024

Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten:

YouTube-Übertragung am 8.12.2024: https://www.youtube.com/live/aUvtLJRIrok

Kurzinterview mit Brit Gardemeier aus dem Jahr 2021

https://nak-nordost.de/gemeinschaft/gruppen

https://trauerbegleitung.nak-nordost.de/

Abonnieren Abmelden