Feiertag mit biblischer Tradition
Gott nach der Ernte für seinen Segen zu danken, ist bei den Menschen seit langer Zeit Brauch. Bereits Kain und Abel brachten Gott Opfer dar, um ihre Dankbarkeit für seinen Segen, die gute Ernte und die erfolgreiche Viehzucht auszudrücken. Auch Noah opferte Gott zum Dank für seinen Schutz während der Sintflut. Ihm gab Gott das Versprechen, dass Saat und Ernte nicht aufhören sollen, solange die Erde besteht.
In der christlichen Tradition wird der Dank Gott gegenüber heutzutage in Form von Gottesdiensten und gemeinsamen Feiern ausgedrückt. Die Kirchen sind geschmückt mit bunten Erntegaben wie Obst, Gemüse und Getreide. Sie stehen symbolisch für den Segen, den Gott geschenkt hat.
Fokus auf Vorhandenes
Da heutzutage viele Menschen nicht mehr in der Landwirtschaft tätig sind und ihre Lebensmittel aus Supermärkten beziehen, liegt der Fokus zu Erntedank nicht mehr auf Nahrung. Vielmehr lädt dieser Feiertag ein, sich bewusst zu machen, wofür es Grund zur Dankbarkeit gibt. Neben materiellen Dingen wie Kleidung, Obdach oder Luxusgütern rücken auch die Unterstützung durch Familie und Freunde sowie Gesundheit und Zeit für wichtige Dinge ins Bewusstsein.
Verantwortung für die göttliche Schöpfung
Im 1. Buch Mose 1,28 ist beschrieben, wie Gott den Menschen die Verantwortung für seine Schöpfung überträgt. Es heißt dort, sie sollen sich die Erde untertan machen und über die Vielfalt der Arten herrschen. Auch gibt er ihnen den Auftrag, zu bebauen und zu bewahren (vgl. 1. Mose 2,15). Das Erntedankfest bietet Gelegenheit, sich diese verantwortungsvollen Aufgaben wieder ins Bewusstsein zu rufen und das eigene Handeln dahingehend zu überprüfen.
Neuapostolische Kirche