Festgottesdienst für den Bezirk Flensburg

(Husum, 15. August 2010) Als letzte Großveranstaltung in der in die Jahre gekommenen Irene-Thordsen-Kongresshalle Husum fand ein Festgottesdienst mit Bezirksapostel Karlheinz Schumacher statt. Über 700 Glaubensgeschwister aus allen 12 Gemeinden des Bezirks sowie Urlauber und Gäste nahmen an diesem Festgottesdienst des Bezirks Flensburg teil.
Der Bezirksapostel diente mit dem Wort aus Lukas 12, 40: Seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr's nicht meint.

Mit der herzlichen Einladung des Chores: Kommet her ... alle ihr Mühseligen, alle ihr Beladenen... wurden alle eingeladen, das Verlangen der Seele nach Kraft, Stärke, Segen und Gnade zu stillen.

Gerade im Hinblick auf Durchlebtes wie Krankheiten, Enttäuschungen, manches Leid und Entbehrungen und der Bitte nach neuer Stärkung und Kraft ging der Bezirksapostel auf das Wort des Herrn aus Joh 14, 7: Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren.

Dieses Wort aus der Begebenheit der Fußwaschung mit den Jüngern war damals für den Petrus zutreffend. Er sträubte sich zunächst gegen das dienende Handeln des Herrn.
Heute ist dieses Wort aber auch ein Wort für die Gemeinde, wo der eine oder andere sagt, ich verstehe dieses oder jenes im Erleben nicht. Da gibt es Erlebnisse z.B. Enttäuschungen, Absagen vielleicht beim Arbeitsamt oder schlimme Nachrichten beim Arzt, die dazu führen, dass - im Bewusstsein, alles für den Herrn getan zu haben - die Frage nach dem WARUM entsteht.
Durchaus verständlich, dennoch mag das Vertrauen, der Glaube in den Himmlischen Vater nicht schwinden. Auch Noah verstand zuerst nicht, warum er die Arche bauen sollte. Oder Abraham, dem verheißen war, Vater eines großen Volkes zu werden, als die Aufforderung an ihn erging, seinen Sohn zu opfern, verstand er das nicht.

So ist es an uns, auch heute dem Herrn zu vertrauen, wenngleich wir nicht alles verstehen, was wir durchleben. In der Treue und in der Demut wollen wir weiter dem Herrn vertrauen.

Auf das Textwort von dem verheißenen Wiederkommen Jesu eingehend, unterstrich der Bezirksapostel, dass nicht alle Menschen an das Wiederkommen des Herrn Jesus glauben.

Andere haben vielleicht auch die Vorstellung, er käme, wenn besonders dramatische Ereignisse geschehen wie Unglücke, Katastrophen oder schlimme Zustände. Das lässt sich nicht aus diesem Wort ableiten. Vielmehr unterstreicht es die Notwendigkeit zu jedem Zeitpunkt bereit zu sein. Das bedeutet, dass man sein Leben darauf einrichtet bereit zu sein. Wie kann das geschehen?
Sind wir wirklich IMMER bereit
- das Wort Gottes zu hören und aufzunehmen
- zum Dienen,
- zum Opfern
- zum Frieden
- zur Versöhnung?

In seinem Mitdienen vertiefte Apostel Falk den Gedanken an die Bereitschaft, indem er der Gemeinde
die direkte Frage stellte: Are you ready? Seid ihr bereit? Er verglich dies mit den Berufsgruppen, von denen man eine stetige Bereitschaft erwartet, wie Feuerwehr oder Krankenhaus.
Kann das der liebe Gott nicht auch von uns erwarten?
Sind wir bereit, das auch persönlich umzusetzen? Nur so ist es möglich, dass auch der Nächste es an uns erlebt. Wir wollen unseren Mitmenschen in dieser Liebe und Bereitschaft begegnen. Das möchte der Herr sehen.

Bezirksevangelist Graetsch, der in diesem Gottesdienst in den Ruhestand versetzt wurde, nutzte die Gelegenheit dem Himmlischen Vater für alles, was er in seinen fast 44 Jahren Amtstätigkeit im Werk Gottes tun konnte, von Herzen zu danken. Darin bezog er auch die Geschwister und seine begleitenden Amtsträger mit ein.

Auch Bischof Beckmann, der bislang die Aufgabe als Bezirksvorsteher wahrnahm, wurde zum Mitdienen gerufen. Er dankte den Geschwistern, dass sie ihn in getragen haben und unterstrich die Notwendigkeit der intensiven Bereitschaft den Herrn anzunehmen - jeden Tag aufs Neue!

Bezirksapostel Schumacher wies in der Vorbereitung für das Abendmahl der Gemeinde auf die Notwendigkeit der Bereitschaft zur Versöhnung - gegenüber jedermann - hin.

Nach der Feier des Abendmahls für die Entschlafenen wurden die schon bekanntgegebenen Ordinationen, Beauftragungen und die Inruhesetzung durchgeführt.

Der bisherige Bezirksevangelist Henry Püschel empfing das Bezirksältestenamt und wurde gleichzeitig als neuer Bezirksvorsteher für den Bezirk Flensburg beauftragt. Bischof Beckmann, der übergangsweise diese Beauftragung hatte, wurde davon entbunden.
Als neuer Bezirksevangelist wurde der Hirte Thomas Nissen gesetzt, der zugleich von der Vorsteherbeauftragung für Ladelund entbunden wurde.
Als neuer Vorsteher für die Gemeinde Ladelund wurde Priester Manuel Nissen gesetzt.
Auch für die Gemeinde Wyk, bisheriger Vorsteher Bezirksevangelist Püschel, wurde mit Priester Hans-Werner Dickel ein neuer Vorsteher gesetzt.

Des Weiteren wurde in diesem Gottesdienst der langjährige Bezirksevangelist Frank Graetsch in den Ruhestand versetzt. In seinen Dankesworten sprach der Bezirksapostel von vielen unterschiedlichen Tätigkeiten des Bezirksevangelisten in seiner Amtszeit (Vorsteher in Mürwik, Flensburg und Sörup, sowie als Jugendleiter und Lehrer). Besonders seine liebevolle Art, seine stetige Verlässlichkeit und die Gabe, sich dabei nie in den Vordergrund zu drängen, haben ihn ausgezeichnet. Für ihn war es ein Bedürfnis die Liebe Gottes in die Gemeinden hineinzutragen.

Mit Gebet und Segen beendete der Bezirksapostel den Gottesdienst.

 

 

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